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Der
größte Teil aller aufgestellten Gerüste aus vorgefertigten Bauteilen
entspricht nicht den seitens der Normung bzw. der Berufsgenossenschaft
oder der Hersteller aufgestellten Regeln. Ursachen hierfür sind unter
anderem Unverträglichkeiten zwischen den Vorgaben der Regelausführungen
und der äußeren Form der einzurüstenden Bauteile einerseits und die
bekannten menschlichen Schwächen bei der Ausführung auf Baustellen.
Um
Schadensfälle zu vermeiden ist bei abweichenden Ausführungen eine
Standfestigkeitsberechnung für das Gerüst oder dessen einzelne
Bereiche vorzunehmen. In einfachen Fällen stellt dieser Nachweis keine
besonderen Anforderungen an das Fachwissen des Ingenieurs. In besonderen
Situationen jedoch ist eine sehr detaillierte Kenntnis der einschlägigen
Verfahrenstechnik erforderlich.
Hier
bietet das „Handbuch des Gerüstbaus – Verfahrenstechnik im
Ingenieurbau“ eine umfangreiche Fülle an Informationen für alle
Arten von
Gerüsten einschließlich der Trag- und
Schalungsgerüste im Hoch- und Tiefbau, hier insbesondere auch für den
Brückenbau. Untermauert werden die Inhalte durch die umfangreiche
Beschreibung von Versuchsanordnungen und deren Ergebnisse sowie deren
Schlussfolgerungen für die Praxis. Die drei Verfasser mit langjähriger
teils universitärer Erfahrung und Praxis haben sich zum Ziel gesetzt,
dass das Buch „als Nachschlagewerk für Entwicklung, Tragwerksplanung,
Ausführungen im Gerüstbau und Prüfungen dienen“ soll. Auf Rezepte für
die Anwendung der Normen und Regeln wird allerdings bewusst verzichtet,
da sich diese ständig im Fluss befinden.
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